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Alle Flagship Stores sind nach dem gleichen Prinzip strukturiert und in verschiedene Zonen unterteilt – den Empfang, den Inspirations- Bereich sowie die eigentlichen Beratungs- und Verkaufsflächen. Das Besondere am Konzept ist aber, dass Kuoni in der Gestaltung und Ausstattung der Läden lokale Besonderheiten berücksichtigt und kein stures Einheitsdesign anwendet, wie wir es von so vielen internationalen Mode-, Coffeeshop- und Fastfood- Ketten her kennen. Jeder Shop wird bei Kuoni individuell gestaltet. Für die Designer bedeutet das, dass sie sich, bevor die konkrete Planung beginnt, in den jeweiligen Städten mit dem Lebensstil, dem Gefühl und den Eigenheiten vor Ort vertraut machen und den Charakter der Gebäude, in denen ein Reisebüro eingerichtet werden soll, ergründen.

Und so sieht der Kuoni-Flagship-Store in Lausanne, das nur wenige Kilometer von der eleganten Weltstadt Genf mit ihren vielen internationalen Organisationen entfernt liegt, schliesslich auch ganz anders aus als dort. Armin Fischer erzählt, dass er die Menschen hier als jünger und neugieriger, als weniger gediegen empfunden hat. Die Gestaltung des Kuoni-Flagship-Stores, die lockerer und cooler wirkt, passt sich diesem Umstand an. Nackter Beton und Versorgungsschächte an den Decken, lose aufeinandergeschachtelte Regalelemente und die locker gruppierten Möbel des Lounge-Bereichs schaffen eine improvisierte, kommunikative Atmosphäre. Besonders augenfällig ist der grosse, den Raum beherrschende Tisch, an dem Kunde und Berater sich nicht mehr gegenübersitzen, sondern gemeinsam nebeneinander eine Reise planen können – Ausdruck einer jüngeren Generation von Kunden, die sich Transparenz und weitreichende Entscheidungsmöglichkeiten wünscht und Informationen selber überprüfen möchte.

Weitere Shops sind bereits in Planung und sollen 2011 eröffnet werden, unter anderem in Barcelona, Madrid und Amsterdam. Wie wird Kuoni sich in diesen faszinierenden Städten präsentieren, die kreativen Innovationen in gestalterischen und architektonischen Fragen traditionell offen gegenüberstehen? Man darf gespannt sein.

Foto: Steve Herud