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In den Ferien Gutes tun

Volunteering erobert die Reisewelt

Immer mehr Menschen nutzen ihre Ferien dazu, sich im Rahmen sogenannter Volunteering-Projekte zu engagieren. Ob Tierschutz, Entwicklungshilfe oder Landschaftspflege – das Spektrum der Möglichkeiten ist gross. Kuoni hat nun sein Angebot in diesem Bereich, das erstmals in einem eigenen Katalog vorgestellt wird, noch einmal signifikant erweitert.

Jeden Morgen fährt Thomas mit dem Fahrrad vom Haus seiner Gastfamilie in die Schule. Thomas ist derzeit in den Ferien, die er im Norden Thailands verbringt. Und in die Schule fährt er nicht, um an einem Sprachkurs teilzunehmen wie Tausende Reisende jedes Jahr in Italien, Spanien oder England. Es sind andere Gründe, die ihn hierher in den Norden des südostasiatischen Landes gebracht haben: Er unterrichtet Englisch für die Schüler im kleinen Dorf Chiang Mai.

Thomas nimmt an einem Volunteering-Programm der gemeinnützigen Organisation Track of the Tiger teil. Sie ist eine von zahlreichen Organisationen weltweit, die spannende und interessante Projekte für Reisende anbieten, die nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Ferien mit einem tieferen Sinn zu versehen. Sie bilden eine gesellschaftliche Gruppe, die immer grösser und prägender für unsere Zeit wird und die Sinngebung durch Verantwortung in vielen Bereichen ihres Lebens anstrebt. So stehen für diese Volunteers beim Reisen nicht mehr die traditionelle Erholung am Strand oder die Besichtigung kultureller Stätten in den klassischen Zentren des Tourismus im Mittelpunkt ihres Interesses. Vielmehr möchten sie sich für eine gute Sache einbringen und sich für andere Menschen, für den Umweltschutz oder auch für lokale Traditionen engagieren, die im Zeitalter der Globalisierung, in dem kulturelle Unterschiede zunehmend nivelliert werden, immer mehr verschwinden.

Zwanzig solcher Angebote sind seit Neuestem über Kuoni zu buchen. Zwar bietet Kuoni mit seinem ananea-Programm bereits seit einigen Jahren im kleinen Umfang Volunteering- Projekte an. Doch ermutigt durch die grosse Resonanz, die dieses Thema in einer immer breiteren Öffentlichkeit erfährt, wurde das Angebot in diesem Bereich noch einmal deutlich ausgebaut und stellt es nun erstmals nicht nur im ananea-Katalog vor, sondern hat auch eine spezielle Broschüre dafür angefertigt. Volunteering erhält dadurch zusätzliches Gewicht und wird als ein eigenständiger touristischer Bereich vorgestellt, dem gute Wachstumschancen prognostiziert werden.
So gibt es weltweit bereits eine ganze Reihe von entsprechenden gemeinnützigen Organisationen, die Volunteering anbieten. Sie heissen Earthwatch, GapForce, HEPCA, Ocean Care oder Track of the Tiger, sind auf allen Kontinenten aktiv und widmen sich sehr unterschiedlichen ehrenwerten Zielen. Dem Interessierten mag es da manchmal schwerfallen, den Überblick zu behalten. Kuoni hat deshalb eine Auswahl getroffen, die höchsten Ansprüchen gerecht wird und den verschiedensten Interessen entgegenkommt. Ob man sich für den Erhalt bedrohter Kulturlandschaften, den Schutz von Meerestieren oder die Bewahrung der Biodiversität in gefährdeten Regionen engagieren möchte; ob es einen eher reizt, in den Ferien Kindern in entlegenen Regionen Englisch beizubringen oder unter körperlichen Anstrengungen nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben – es ist für jeden etwas dabei.

Volunteering-Ferien bringen verschiedene Bedürfnisse auf ideale Weise zusammen. Für die Freiwilligen bieten sie eine einzigartige Möglichkeit, dem eigenen Wunsch nach persönlichem Engagement nachzukommen und dabei zugleich etwas von der Welt zu sehen, neue Menschen in einem internationalen Umfeld kennenzulernen und an den Aufgaben, die es zu bewältigen gibt, innerlich zu wachsen. Für die einzelnen Organisationen wiederum ist die Unterstützung durch die Freiwilligen eine willkommene und häufig nicht mehr wegzudenkende Hilfe bei der Bewältigung ihrer Projekte. Zudem sind für sie die Volunteering- Ferien eine wichtige Einnahmequelle, durch die sie finanzielle Mittel für ihre Arbeit erhalten.

Wer in seinen Ferien Gutes tun möchte, kann sich übrigens von Kuoni zusätzlich zum eigentlichen Aufenthalt am Projektstandort auch die An- und Abreise organisieren lassen. Oder er greift eine der zahlreichen Möglichkeiten auf, seine Arbeit als Freiwilliger durch weitere Reisestationen abzurunden. Und so hat sich auch Thomas dafür entschieden, nach drei Wochen anstrengender Arbeit in Chiang Mai noch ein paar Tage Strand anzuhängen, um sich etwas zu erholen, bevor es wieder zurück in die Schweiz geht. Für ihn war der Volunteering- Aufenthalt eine unvergessliche und wertvolle Erfahrung, die er gerne so bald wie möglich wiederholen möchte. Er hat auch schon ein Ziel im Auge: Die nächsten Ferien sollen ihn ans Rote Meer führen – um die einzigartige Unterwasserwelt der Korallenriffe zu schützen.