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Erste Fair-Trade-Reise der Welt

Kuoni betritt mit einem revolutionären Konzept Neuland

Seit kurzem bietet Kuoni eine Rundreise durch Südafrika an, bei der sich erstmals alle Anbieter innerhalb der Dienstleistungskette auf die Einhaltung von Fair-Trade-Standards verpflichtet haben. Der Schweizer Reisedienstleister kommt mit diesem Pilotprojekt dem zunehmenden Wunsch vieler Menschen nach einem umfassenden verantwortungsvollen Konsum auch in den Ferien entgegen.

Ob Schokolode, Kaffee oder Bananen – wir alle haben uns an den Anblick von Fair-Trade- Siegeln auf den verschiedensten Produkten gewöhnt, die heute in jedem Supermarkt angeboten werden. Aber gleich eine komplette Reise? 16 Tage entlang der Garden Route durch Südafrika? Genau darin erkannte Kuoni den konsequenten nächsten Schritt auf dem notwendigen Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung im Tourismus.

Die Mietwagenrundreise, die im ananea- Programm von Kuoni angeboten wird und seit dem 1. November 2010 täglich angetreten werden kann, ist das Ergebnis eines komplexen Prozesses. Zwar zeigen im Tourismus die umfangreichen Bemühungen, faire Standards einzuhalten, bereits seit längerem Erfolge, wobei Südafrika schon früh eine gewisse Vorreiterrolle einnahm. Doch bekamen bisher meist nur Anbieter an den Destinationen wie Hotels oder Restaurants entsprechende Zertifizierungssiegel verliehen. Die Idee aber, alle Glieder der Dienstleistungskette von Kuoni in der Schweiz über die lokale Reiseagentur bis zum Hotelier und Ausflugsveranstalter vor Ort nach den strengen Kriterien des fairen Handels auszuwählen und auf Sozial- und Umweltverträglichkeit zu überprüfen, ist neu und könnte einen Ausblick in die Zukunft des Reisens bieten.

Für das Pilotprojekt arbeiteten mehrere Organisationen, darunter Kuoni, eng zusammen. Dabei wurde nun erstmals die gesamte Wertschöpfungskette eines Reisearrangements anhand der Standards und des Zertifizierungsverfahrens der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) für Produkte durchleuchtet und mit dem neuen FTT-Logo (Fair Trade Travel) ausgezeichnet.
Auch Kuoni selbst wurde mit dem FTT-Logo ausgezeichnet und hat sich damit nicht nur zu einem verantwortungsvollen Management im eigenen Betrieb verpflichtet sondern auch dazu, den Geschäftspartnern vor Ort faire Preise zu bezahlen. Stefan Leser, CEO von Kuoni Schweiz, verdeutlicht die Wichtigkeit dieses Projekts: «Im Gespräch mit unseren Kunden stellen wir vermehrt fest, dass soziale und ökologische Kriterien auch bei der Wahl des Ferienangebots eine wichtige Rolle spielen. Erstmals haben nun verschiedene Partner länderübergreifend zusammengearbeitet, um den fairen Handel im Tourismus voranzubringen und die ersten konsequent nach Fair-Trade-Standards zertifizierten Reiseangebote zu lancieren. Wir sind stolz, zu dieser Weltneuheit beigetragen zu haben und sind überzeugt, dass diese Angebote einem Bedürfnis der Schweizer Reisenden entsprechen.»

Tatsächlich lässt sich feststellen, dass das Bewusstsein der Menschen für die Folgen ihres Handelns fortlaufend zunimmt und auch deren Konsumverhalten verändert. So zeigte bereits der erste Kuoni Ferienreport 2010, dass 48 % der Schweizer Reisenden motivierter sind, in die Ferien zu fliegen, wenn sie wissen, dass ihre Reise ethisch und ökologisch verträglich ist. Dabei müssen die Menschen aber ähnlich wie bei der Schokolade auch beim Reisen bereit sein, für das gute Gefühl einen kleinen Aufpreis zu bezahlen, der sich im Bereich von 5 % pro Reise bewegt. Dieser Fair-Trade-Zuschlag wird für nachhaltige Projektarbeit in Südafrika verwendet und von einem unabhängigen Gremium vor Ort verwaltet. Es liegt auf der Hand, dass Reisen, die sich vollständig den Faire-Trade-Standards verpflichten, vor allem wegen ihres höheren Preises das Volumengeschäft noch nicht in nächster Zukunft erobern werden. Aber Kuoni hat mit seinem ambitionierten Projekt eine Tür aufgestossen, die sich hoffentlich weiter öffnen wird und durch die wir bereits eine wichtige Entwicklung des Reisens in den nächsten Jahrzehnten erkennen können.