In der Einheit Destination Management Afrika fiel der Nettoerlös leicht hinter das Vorjahr zurück. Dies resultierte aus der Destination Südafrika, die in der Nebensaison während der Fussball-Weltmeisterschaft unter geringerer Nachfrage litt. Ostafrika setzte hingegen den Trend der Erholung von den politischen Unruhen 2008 fort und hat seither sein Volumen verdoppelt. Dank Kostensenkungen in Südafrika konnte die Einheit ihre Ertragskraft leicht verbessern.

Nach einem starken Einbruch im Vorjahr fand Destination Management Indien und Südasien im Berichtsjahr auf das Erlösvolumen von 2008 zurück. Die Nettoerlöse erreichten CHF 81 Mio. und lagen damit + 40 % über dem Vorjahr. Diese positive Entwicklung widerspiegelt die weltweit grosse Nachfrage nach Indien-Reisen. Das Betriebsergebnis (EBIT) übertraf trotz niedrigerer Margen nicht nur das Vorjahr, sondern auch das Niveau von 2008 deutlich.

Das Geschäft von Destination Management Asien/Pazifik litt im Berichtsjahr stark unter den politischen Auseinandersetzungen in Bangkok. Thailands Hauptstadt hat grosse Bedeutung als Drehkreuz für Reisen nach Südostasien. Dank starkem Wachstum vor allem in China und Australien erreichte die Einheit ein Wachstum von + 7.6 %. Basierend auf höheren Margen und Kosteneinsparungen steigerte die Geschäftseinheit ihren Ergebnisbeitrag markant.

Konzernergebnis deutlich gesteigert – Dividende in Form einer verrechnungssteuerfreien Verwendung der Kapitaleinlagenreserve vorgeschlagen


Das Konzernergebnis resultierte bei CHF 23.2 Mio. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr wurde vollständig durch das stark verbesserte operative Ergebnis getrieben.

Die Kuoni-Gruppe weist für 2010 ein Nettofinanzergebnis von CHF – 18 Mio. aus, welches deutlich tiefer als das Vorjahresergebnis von CHF + 0.8 Mio. ist.
Dies war einerseits begründet durch den Verlust von Minderheitsbeteiligungen sowie die Kosten aus den Übernahmebemühungen um Et-China. Andererseits war auch das Geschäftsjahr 2010 wieder geprägt von einem weiterhin tief bleibenden Zinsniveau. Der Zinsaufwand war bedingt durch die Finanzkosten der im Herbst 2009 ausgegebenen Anleihe höher als im Vorjahr, da die Finanzierung der Anleihe nun, im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2009, das volle Jahr betraf. Ausserdem hatten Fremdwährungsdifferenzen aus der Bewertung von Intercompany Darlehen und Fair Value Hedges einen negativen Einfluss auf das Finanzergebnis.

Der Steueraufwand belief sich auf CHF 17 Mio. (2009: 14 Mio.). Die durchschnittliche Steuerrate lag im Berichtsjahr höher als im langjährigen Mittel, da sich der Mix der verschiedenen Steuersätze auf positive und negative Ergebnisse steuersatzsteigernd auswirkte.

Der Gewinn pro Namenaktie B belief sich auf CHF 7.43 (2009: CHF 0.08). Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 20. April 2011 vor, die Gewinnausschüttung 2011 in Form einer verrechnungssteuerfreien Verwendung der neu errichteten Reserve aus Kapitaleinlagen auszurichten. Der Rahmen der langfristigen Ausschüttungspolitik der Kuoni- Gruppe soll dabei gewahrt bleiben. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung folglich eine verrechnungssteuerfreie Ausschüttung in der Höhe von CHF 0.50 pro Namenaktie A und CHF 2.50 pro Namenaktie B.

Kuoni erzielt deutlich gesteigerten Free Cashflow und bestätigt sehr solide Bilanz


Die Höhe der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen belief sich im Berichtsjahr auf CHF 43 Mio., was leicht unter dem Vorjahreswert lag (2009: CHF 44 Mio.). Ein Grossteil wurde dabei vom Investitionsund Kostensenkungsprogramm absorbiert, im Rahmen dessen unter anderem ein neues Buchungssystem für das Ferienreisegeschäft entwickelt und in neue E-Business-Technologie investiert wird. Ausserdem investierte Kuoni in den Ausbau und die Erneuerung des Filialnetzes in der Schweiz, Grossbritannien & Benelux sowie Südeuropa. Indirekte Investitionen erfolgten durch den Ausbau des im Franchising- System betriebenen Verkaufsnetzes des Reisegeschäfts in Indien. Auch die Expansion des VFS-Global-Geschäfts bedurfte wiederum Investitionen in Sachanlagen.