Innerhalb der Einheit Südeuropa waren die Märkte Frankreich, Italien und Spanien mit einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und mit einer sich nur zögerlich erholenden Nachfrage nach Reiseprodukten konfrontiert. Die Einheit Südeuropa erzielte einen Nettoerlös von CHF 355 Mio. Dies war, ausschliesslich bedingt durch den Wertverlust des Euros von – 8.5 %, leicht unter dem Vorjahresniveau. Frankreich als wichtigste Gesellschaft steigerte seinen Nettoerlös in Lokalwährung trotz des Umsatzverlustes durch den Vulkanausbruch. Dies war insbesondere möglich dank mehr verkauften Rundreisen, «à la carte»-Produkten sowie dank der Hochpreismarke «Emotions ». Italien erreichte in lokaler Währung fast ein Geschäftsvolumen auf Vorjahresniveau. In Spanien stabilisierte sich die Nachfrage 2010 noch nicht; die anhaltend schlechte Konsumentenstimmung, die hohe Arbeitslosigkeit und der harte Preiskampf im Ferienreisegeschäft verursachten einen Rückgang des Nettoerlöses. In allen drei Märkten sank die Bruttogewinnmarge aufgrund des harten Wettbewerbs, der gestiegenen Preissensibilität im Markt und des schwachen Euros. Starke Kostenreduktionen in allen Einheiten trugen dazu bei, den gesunkenen Bruttogewinn abzufedern. Trotzdem resultierte das Betriebsergebnis negativ bei CHF – 4.4 Mio. (2009: CHF 6.1 Mio).

Der Markt Asien, bestehend aus den Geschäftseinheiten Indien und China/Hongkong, konnte im Berichtsjahr in einem sich sehr günstig entwickelnden Umfeld den Nettoerlös wesentlich steigern. Die Einheit erreichte CHF 316 Mio., was nicht nur das Vorjahr (CHF 267 Mio.) um + 18.5 %, sondern auch den Rekord des Jahres 2008 markant übertraf. In Indien wuchs das Ferienreisengeschäft deutlich, dank weiterer Expansion im Markt. Im Verlauf des Jahres wurde die Zahl der Verkaufsstellen verdoppelt. Neben dem traditionellen Reisegeschäft hat sich auch das Geschäft mit Dienstleistungen im Zusammenhang mit Visa- Anträgen bei Botschaften und Konsulaten (VFS Global) dank weiterer Verträge mit Regierungen erneut stark entwickelt. VFS Global erbringt externe konsularische Dienstleistungen für mittlerweile 33 Regierungen in 48 Ländern. Kuonis Ferienreisegesellschaft in China/ Hongkong hat sich 2010 vom Einbruch im Vorjahr dank der wieder erstarkten Nachfrage erholt. Die Einheit Asien konnte im Berichtsjahr die Ertragskraft erneut deutlich steigern. Die höheren Nettoerlöse, insbesondere der ertragsstarken Aktivitäten, sowie eine stark verbesserte Kosteneffizienz trugen zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) von CHF 25.9 Mio. auf CHF 42.2 Mio. bei.

Division Destinations verbucht eindrucksvolle Erholung des Geschäfts bei anhaltendem Margendruck


Der Geschäftsverlauf der Division Destinations war geprägt von einer breiten Erholung innerhalb eines sich positiv gestaltenden Marktumfelds. Der konsolidierte Nettoerlös erreichte CHF 1 017 Mio., was einer Steigerung von + 13.7 % entsprach (organisch: + 12.4 %). Ein wichtiger Wachstumstreiber war die 2009 lancierte «Hotel-Bedbank» Kuoni Connect. Die Division glich damit einen grossen Teil des Einbruchs im Vorjahr aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde deutlich von CHF 15.5 Mio. auf CHF 21.2 Mio. gesteigert. Dazu trugen wesentlich der höhere Nettoerlös und Kosteneinsparungen bei. Die Bruttogewinnmarge reduzierte sich aufgrund des Wachstums des «Hotel-Bedbank »-Geschäfts, das generell tiefere Margen erzielt.

Innerhalb der grössten Einheit, Destination Management Europa, trugen fast alle Quellmärkte und Destinationen zum Wachstum des Nettoerlöses von + 12 % auf CHF 463 Mio. bei. Insbesondere der Quellmarkt Fernost steigerte das Volumen auf ein Niveau, das sogar über dem von 2008 lag. Bei den Destinationen legten die Schweiz, Deutschland, Frankreich und Spanien überdurchschnittlich zu. Die negativen Währungseffekte sowie ein hoher Margendruck, vor allem bei Touren aus Fernost, belasteten das Ergebnis.

Das Geschäft in der Einheit Destination Management Mittlerer Osten ist im Berichtsjahr weiter stark gewachsen. Der Nettoerlös erreichte CHF 116 Mio. (2009: CHF 95 Mio.) und war angetrieben von einer gestiegenen Nachfrage aus den GUS-Staaten und einer fundierten Erholung des MICE-Geschäfts. Dank gestiegenem Geschäftsvolumen und Kostensenkungen wurde die Ertragskraft deutlich gesteigert. Die Geschäftseinheit Mittlerer Osten eröffnete im Berichtsjahr ein neues Büro in Amman, Jordanien, und wurde durch die Akquisitionen Gulf Dunes sowie Reem Tours & Travel verstärkt. Damit baute Kuoni seine Aktivitäten in der Golf-Region nach der Akquisition von Desert Adventures 2008 weiter aus.

Destination Management USA erreichte im Geschäftsjahr 2010 einen Nettoerlös von CHF 215 Mio. Die Steigerung von + 14 % gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf die per Anfang Jahr getätigte Akquisition der Destination Management Division von TBA Global zurückzuführen. Doch auch akquisitionsbereinigt konnte die Einheit ihr Volumen trotz schwachem US-Dollar, dem intensiven Konkurrenzumfeld und den Auswirkungen der Aschewolke gegenüber dem Vorjahr steigern.