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Das Konzernergebnis lag bei CHF 23.2 Mio. (2009: CHF 1.6 Mio.). Die Steigerung ist in erster Linie auf das höhere operative Ergebnis zurückzuführen.

Der Nettoerlös 2010 von CHF 3 984 Mio. beinhaltet ein organisches Nettoerlöswachstum von 3.6 %, Akquisitionen trugen mit 1.3 % zum Nettoerlös bei, während die teilweise sehr negativen Währungseinflüsse den Nettoerlös mit 2.6 % belasteten. Der Bruttogewinn belief sich 2010 auf CHF 873 Mio. (+ 8.0 %). Die Bruttogewinnmarge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 20.8 % auf 21.9 %.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 20. April 2011 vor, die Dividende 2011 in Form einer verrechnungssteuerfreien Verwendung der neu errichteten Reserve aus Kapitaleinlagen auszurichten. Der Rahmen der langfristigen Ausschüttungspolitik der Kuoni- Gruppe soll dabei gewahrt bleiben. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung folglich eine Ausschüttung in der Höhe von CHF 0.50 pro Namenaktie A und CHF 2.50 pro Namenaktie B.

Zum positiven Betriebsergebnis (EBIT) der Kuoni-Gruppe haben alle Divisionen beigetragen. Die wichtigsten Ertragspfeiler waren 2010 Skandinavien und Asien sowie die Aktivitäten des Kuoni Destination Management. Die Ergebnisse unterstreichen die Richtigkeit der strategischen Ausrichtung der Kuoni-Gruppe mit einem Asset-light-Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren. Der Fokus auf den Wachstumsmarkt Asien, auf Akquisitionen und neue Geschäftsaktivitäten innerhalb des Destination Management sowie auf das effiziente Geschäftsmodell in Skandinavien hatten überdurchschnittliche Ergebnissteigerungen zur Folge.

In der Division Marktregion Nord erwirtschaftete die Einheit Skandinavien (Schweden, Norwegen, Dänemark, Russland, Novair und Playitas Resort) einen Nettoerlös von CHF 1 045 Mio.
Dies entspricht einer Steigerung um 3.2 % gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich deutlich auf CHF 43.9 Mio. (2009: CHF 5.3 Mio.). Das bereinigte Betriebsergebnis (underlying EBIT) belief sich auf CHF 50.0 Mio. Die Ergebnissteigerung ist vor allem auf höhere Margen, tiefere Kosten und Währungsgewinne zurückzuführen. Die Märkte Schweden und Norwegen trugen mit einem Nettoerlöszuwachs von 6.7 % in Schweden und 5.6 % in Norwegen am meisten zum Betriebsergebnis (EBIT) bei. In Russland konnte Megapolus Tours mit einer Nettoerlössteigerung (+ 20.1 %) gegenüber dem Vorjahr und einer Reduktion der Flugkapazitätsrisiken das operative Ergebnis verbessern. Megapolus Tours blieb 2010 jedoch weiterhin deutlich in der Verlustzone. Das Sport- und Familienresort Playitas auf Fuerteventura konnte ebenfalls den Nettoerlös steigern (+ 19.4 %). Die Auslastung der Hotels und Villas erhöhte sich im Berichtsjahr auf 72 %. Playitas ist heute das führende Resort auf Fuerteventura für Sportgruppen und sportinteressierte Familien.

Die Märkte Grossbritannien und Benelux erwirtschafteten Nettoerlöse in der Höhe von CHF 595 Mio. (2009: CHF 652 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) sank auf CHF 8.2 Mio. (2009: CHF 9.2 Mio.). Das bereinigte Betriebsergebnis (underlying EBIT) lag bei CHF 16.1 Mio. Vor allem die negative Konsumentenstimmung, insbesondere in Grossbritannien, dämpfte die Nachfrage. Der Markt Grossbritannien litt im April 2010 besonders stark unter den Aschewolke bedingten Flugausfällen. Zusätzlich führten heftige Schneefälle im Januar und Dezember 2010 zur Schliessung wichtiger Flughäfen, was die Nachfrage dämpfte. 2010 nutzten beide Märkte, um ihren direkten Kundenkontakt auszubauen. Dazu wurden in Grossbritannien fünf neue Reisebüros eröffnet. In den Niederlanden wurden erstmals eigene Reisebüros in Den Haag und in Haarlem in Betrieb genommen.