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2010 richtig angepackt

Bericht an die Aktionärinnen und Aktionäre


Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

Kuoni blickt auf ein bewegendes und für das Unternehmen auch bedeutendes Geschäftsjahr 2010 zurück. Einerseits erforderten äussere Einflüsse wie der Vulkanausbruch auf Island im April 2010 wie auch die sogenannte «Euro-Krise » unsere volle Aufmerksamkeit. Andererseits wurden operativ wichtige Weichen bei der Konzernreorganisation gestellt, um die Kuoni- Gruppe effizient für die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu positionieren. Die Reorganisation ist Teil des Anfang 2009 gestarteten Investitions- und Kostensenkungsprogramms. Dabei wird die Kuoni-Gruppe von einer dezentralen Organisation in eine funktionale globale Struktur überführt. Die neue Organisation fokussiert einerseits auf Marketing und Verkauf, andererseits auf eine globale Einkaufs- und Produktionseinheit. Diese neue Einheit hatte im März 2010 ihren Betrieb aufgenommen und bereits erste substanzielle Einkaufsvorteile realisiert, die verschiedenen Märkten Margensteigerungen ermöglichten. Gleichzeitig wirkte sich die Reduktion der Fixkosten positiv auf die Ergebnisse aus.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die die Tourismusindustrie 2009 hart traf, wich 2010 in den meisten Märkten zusehends einer positiven Konsumentenstimmung, verbunden mit verbesserten Konjunkturdaten. Vor allem im zweiten Semester 2010 wurden nachhaltig mehr Reisebuchungen verzeichnet. Hingegen belasteten die Kosten der Flugausfälle nach dem isländischen Vulkanausbruch die Ergebnisse erheblich. Insgesamt beliefen sich diese einmaligen Kosten auf CHF 14.5 Mio.
Der Ausbruch des Eyjafjallajökull führte gleichzeitig in allen betroffenen Kuoni-Märkten zu einer beispiellosen Offensive zur Beratung und Rückführung der mehr als 15 000 gestrandeten Kunden. Mit grossem Engagement bewiesen die Mitarbeitenden, welchen Mehrwert Kuoni und seine Marken ihren Kunden gerade in solchen Situationen bieten. Die erfolgreiche Bewältigung dieser Krise löste denn auch ein ausserordentlich positives Kundenecho aus. Auch die gewaltsamen Ausschreitungen in Thailand, Demonstrationen und Streiks in Griechenland sowie die starken Schneefälle in weiten Teilen Europas im Januar und Dezember 2010 wurden mit Engagement und Kundenfokus gemeistert.

«Der Vulkanausbruch führte zu einer beispiellosen Beratungsoffensive.»


Im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wirkten sich auch die starken Verluste bedeutender Währungen gegenüber dem Schweizer Franken negativ aus. Davon betroffen waren für Kuoni wichtige Währungen wie der Euro (– 8.5 %), das britische Pfund (– 5.2 %) sowie der amerikanische Dollar (– 4.0 %). Gleichzeitig stiegen die Kurse der schwedischen Krone (+ 1.5 %) und der indischen Rupie (+ 1.6 %), sodass der Umrechnungseffekt auf das bereinigte Betriebsergebnis der Kuoni- Gruppe (underlying EBIT) nur CHF – 0.5 Mio. betrug.

Trotz der zahlreichen äusseren Einflüsse erzielte die Kuoni-Gruppe 2010 eine deutliche Ergebnissteigerung. Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Nettoerlös von CHF 3 984 Mio. erwirtschaftet. Dies entspricht einem Zuwachs von 2.3 % gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf CHF 58.4 Mio. (2009: CHF 15.1 Mio.). Das bereinigte Betriebsergebnis (underlying EBIT) verdoppelte sich auf CHF 127 Mio. (2009: CHF 60.5 Mio.). Dies ist das Betriebsergebnis (EBIT) bereinigt um die Kosten für das Investitions- und Kostensenkungsprogramm, die einmaligen Kosten für die Aschewolke bedingten Flugausfälle und die planmässige Abschreibung von akquisitionsbedingten immateriellen Anlagen (IFRS3).