Sachanlagen und Goodwill sowie übrige
immaterielle Anlagen

Die Kuoni-Gruppe verfügt über Sachanlagen mit einem Bilanzwert von CHF 180 Mio. (siehe Anmerkung 13) und übrige immaterielle Anlagen mit einem Bilanzwert von CHF 114 Mio. (siehe Anmerkung 15) sowie Goodwill mit einem Bilanzwert von CHF 383 Mio. (siehe Anmerkung 14). Die Werthaltigkeit des Goodwills wird jährlich überprüft. Die Buchwerte der Sachanlagen und übrige immaterielle Anlagen werden überprüft, wenn Indikatoren für eine mögliche Wertbeeinträchtigung bestehen. Zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden Einschätzungen der zu erwartenden zukünftigen Geldflüsse aus der Nutzung und eventuellen Veräusserung dieser Vermögenswerte vorgenommen. Die tatsächlichen Geldflüsse können von den auf diesen Einschätzungen basierenden diskontierten zukünftigen Geldflüssen bedeutend abweichen. Faktoren wie Veränderungen in der geplanten Nutzung von Gebäuden, die An- oder Abwesenheit von Konkurrenz, technisch veraltete Sachanlagen oder unter den Prognosen liegende Umsätze bei Zahlungsmittel generierenden Einheiten, deren Goodwill bilanziert wurde, können die Nutzungsdauer verkürzen oder eine Wertminderung zur Folge haben.

Rückstellungen für Gewährleistungen und belastende Verträge
Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit können Konzerngesellschaften in Gewährleistungsverfahren oder belastende Verträge verwickelt werden. Rückstellungen für Gewährleistungen und belastende Verträge werden aufgrund der vorhandenen Informationen auf Basis eines realistischerweise zu erwartenden Geldabflusses bemessen. Je nach Ausgang dieser Verfahren können Ansprüche gegen die Kuoni-Gruppe entstehen, die möglicherweise nicht oder nicht vollständig durch Rückstellungen oder Versicherungsleistungen gedeckt sind.

Rückstellungen für Rechtsfälle
Die Kuoni-Gruppe ist verschiedenen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Es könnten weitere Klagen erhoben werden, deren Kosten nicht durch die bereits verbuchten Verbindlichkeiten oder Versicherungen gedeckt sind. Zudem besteht keine Gewissheit darüber, dass das Ausmass der Rechtsstreitigkeiten nicht zunehmen wird und dass allfällige zukünftige Rechtsfälle, Klagen und Prozesse unbedeutend sein werden. Solche auftretenden Änderungen können Auswirkungen auf die in zukünftigen Berichtsperioden für Rechtsfälle bilanzierten Rückstellungen haben.
Ertragssteuern
Per 31. Dezember 2010 betragen die Forderungen aus laufenden Ertragssteuern CHF 4.8 Mio. und die Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragssteuern CHF 8.5 Mio., während die Nettoforderungen aus latenten Steuern CHF 0.4 Mio. betragen (siehe Anmerkung 23). Für die Bestimmung der Bilanzbeträge aus laufenden und latenten Ertragssteuern müssen weit reichende Einschätzungen vorgenommen werden. Einige dieser Einschätzungen basieren auf der Auslegung der bestehenden Steuergesetze und Verordnungen. Das Management ist der Ansicht, dass die Einschätzungen angemessen sind und die Unsicherheiten bei den Ertragssteuern in den bilanzierten Verbindlichkeiten ausreichend berücksichtigt wurden. Zahlreiche interne und externe Faktoren können günstige und ungünstige Auswirkungen auf die Bilanzbeträge aus Ertragssteuern haben. Diese Faktoren umfassen (nicht abschliessend) sowohl Änderungen der Steuergesetzgebung und Verordnungen sowie deren Auslegung als auch Änderungen der Steuersätze. Solche auftretenden Änderungen können Auswirkungen auf die in den zukünftigen Berichtsperioden bilanzierten Guthaben und Verbindlichkeiten aus laufenden und latenten Ertragssteuern haben. Im Weiteren bedingt die Beurteilung der Aktivierbarkeit steuerlich verwendbarer Verlustvorträge eine kritische Einschätzung der wahrscheinlichen Verrechenbarkeit mit künftigen Gewinnen, die von vielfältigen Einflüssen und Entwicklungen abhängen.