Zur Veräusserung gehaltene Aktiven und aufgegebene Geschäftsbereiche

Vermögenswerte des Anlagevermögens sowie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer Veräusserungsgruppe werden in «zur Veräusserung gehalten» reklassifiziert, sofern der zugehörige Buchwert voraussichtlich überwiegend durch ihren Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Der Vermögenswert bzw. die Veräusserungsgruppe muss im gegenwärtigen Zustand sofort veräusserbar sein, und es muss eine hohe Wahrscheinlichkeit für dessen / deren Verkauf bestehen. Unmittelbar vor der Reklassifizierung in «zur Veräusserung gehalten» wird die Bewertung aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer Veräusserungsgruppe gemäss den geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen aktualisiert. Nach der Reklassifizierung werden Veräusserungsgruppen mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und Veräusserungswert abzüglich Veräusserungskosten bewertet und allfällige Wertbeeinträchtigungen aus der erstmaligen Klassifizierung in «zur Veräusserung gehalten» in der Erfolgsrechnung erfasst.

Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Unternehmensbestandteil, der entweder einen geografischen Geschäftsbereich, eine wesentliche Geschäftsaktivität oder eine Tochtergesellschaft, die ausschliesslich mit der Absicht des Wiederverkaufs erworben wurde, darstellt. Eine Reklassifizierung in «aufgegebene Geschäftsbereiche » erfolgt bei Veräusserung des Geschäfts oder zu einem früheren Zeitpunkt, sofern das Geschäft die Kriterien für eine Klassifizierung als «zur Veräusserung gehalten» erfüllt.

Segmentdarstellung

Ein Segment ist ein abgrenzbarer Teilbereich des Konzerns, der Leistungen in einem bestimmten geografischen Umfeld oder in einer bestimmten touristischen Aktivität erbringt und zu welchem getrennte Finanzinformationen verfügbar sind. Die Ergebnisse der operativen Segmente werden regelmässig durch den Verwaltungsrat («group’s chief operating decision maker») überprüft, um zu entscheiden, wie Ressourcen zu verteilen und die Leistungsfähigkeit zu beurteilen sind. Es wird auf Stufe Betriebsergebnis (EBIT) geführt. Die Segmentdarstellung stimmt mit der konzerninternen Führungsstruktur überein. Daraus ergibt sich die Aufteilung der Aktivität Ferienreisen nach geografischer Lage der umsatzerzielenden Konzerngesellschaft. Dies wiederum entspricht weitestgehend der Herkunft der Kunden. Für die Aktivität Destination Management (vorwiegend Leistungen am Feriendomizil) wären geografische Angaben nach Lage der Konzerngesellschaft wenig aussagekräftig.
Die sechs berichtspflichtigen Segmente sind Skandinavien, Grossbritannien & Benelux, Schweiz, Südeuropa, Asien und Destinations. Sie sind auf drei Divisionen aufgeteilt, wobei Destinations sowohl ein berichtspflichtiges Segment als auch eine Division ist.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Bedingungen getätigt. Die berichtspflichtigen Segmente befolgen dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie die Kuoni-Gruppe. Sämtliche operativen Aktiven und Verbindlichkeiten, die entweder direkt oder auf einer vernünftigen Grundlage den berichtspflichtigen Segmenten zugerechnet werden können, werden dort ausgewiesen.

Ergebnis je Aktie «EPS»

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernergebnis, das den Aktionären der Kuoni Reisen Holding AG zusteht, und dem gewichteten Mittelwert der Anzahl dividendenberechtigter Namenaktien während der Berichtsperiode.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt zusätzlich sämtliche Verwässerungseffekte, die aus der Ausübung von Optionsrechten hätten entstehen können.

Einschätzungen und Annahmen des Managements

Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen der Einschätzungen sind allenfalls notwendig, sofern sich die Gegebenheiten, auf denen die Einschätzungen basieren, geändert haben oder neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vorliegen. Solche Änderungen werden in jener Berichtsperiode erfasst, in der die Einschätzung angepasst wurde.

Die wichtigsten Annahmen über die zukünftige Entwicklung sowie die wichtigsten Quellen von Unsicherheiten bei den Einschätzungen, die bei den bilanzierten Werten in den nächsten zwölf Monaten bedeutende Anpassungen erforderlich machen könnten, sind nachfolgend dargestellt.