Latente Steuern werden nach der sogenannten «balance sheet liability method» auf temporären Differenzen zwischen den steuerlich massgeblichen Werten von Aktiven und Verbindlichkeiten und den Werten der Konzernrechnung abgegrenzt. Temporäre Differenzen auf Investitionen in Tochtergesellschaften werden in jenem Ausmass nicht abgegrenzt, als in absehbarer Zeit voraussichtlich kein Ausgleich erfolgen wird. Latente Steuern auf ausschüttbaren Reserven der Tochtergesellschaften werden zurückgestellt, ausser es sind für absehbare Zeit keine Dividenden an die Muttergesellschaft geplant. Die latenten Steuern basieren auf der erwarteten Verwendung der Buchwerte der Aktiven und Verbindlichkeiten, wobei die am Bilanzstichtag gültigen oder in Kürze in Kraft tretenden Steuersätze verwendet werden. Latente Steueraktiven werden in jenem Umfang erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftig genügend steuerbare Erträge zur Verrechnung erwirtschaftet werden.

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen und Wertbeeinträchtigungen. Wo Komponenten grösserer Anlagen unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden diese als separate Objekte abgeschrieben. Die Aktivierung von Ersatzinvestitionen oder zusätzlichen Kosten von Sachanlagen werden gemäss den Erfassungskriterien für Sachanlagen zum Zeitpunkt des Anfallens beurteilt.

Langfristige Leasingverträge von Sachanlagen, die wirtschaftlich gesehen Anlagekäufe mit langfristiger Finanzierung darstellen (Finanzleasing), werden bei Erwerb zum Barkaufwert der Leasingverpflichtungen bzw. zum tieferen Verkehrswert als Sachanlagen aktiviert. Anschliessend werden sie abzüglich kumulierter Abschreibungen und allfälliger Impairments ausgewiesen. Die entsprechenden Verpflichtungen sind je nach Fälligkeit in den lang- bzw. kurzfristigen Finanzschulden bilanziert. Die Zinskomponente der Leasingzahlungen wird nach der Effektivzinsmethode im Finanzaufwand erfasst. Sachanlagen, inklusive mittels Finanzleasing erworbener Anlagegüter sowie einzeln erfasster Komponenten von Sachanlagen, werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Land wird nicht abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlagegüter beträgt:


Gebäude20 – 50 Jahre
Übrige Sachanlagen:
Installationen10 Jahre
Einrichtungen von Verkaufslokalitäten8 Jahre
EDV-Hardware, Büromobiliar und Fahrzeuge5 Jahre
Personalcomputer und Büromaschinen3 Jahre

Immaterielle Anlagen

Das immaterielle Anlagevermögen enthält von Dritten übernommene oder im Rahmen einer Akquisition übernommene Software, Lizenzen, Markenrechte und ähnliche Rechte. Immaterielle Anlagen im Rahmen einer Akquisition werden separat von Goodwill aktiviert, wenn vertragliche oder rechtliche Ansprüche bestehen oder die separate Übertragung möglich ist und der Verkehrswert zuverlässig bestimmt werden kann. Immaterielle Anlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen bilanziert. Sie werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Der Konzern verfügt über keine immateriellen Anlagen mit unbeschränkter Nutzungsdauer, ausser Goodwill.

Goodwill

Sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäss der «acquisition method» verbucht. Der sich aus dem Kaufpreis und den neu bewerteten Nettoaktiven der erworbenen Tochtergesellschaft ergebende Mehrbetrag wird als Goodwill bezeichnet und den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Goodwill von assoziierten Gesellschaften wird im Buchwert der Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften ausgewiesen. Kaufpreisanpassungen vor dem 1. Januar 2010 werden noch über Goodwill vorgenommen.

Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertbeeinträchtigungen bilanziert und mindestens einmal jährlich auf Wertbeeinträchtigungen überprüft.

Finanzielle Vermögenswerte


Der Konzern hat Finanzanlagen, die der Kategorie «zur Veräusserung verfügbar» zugeordnet sind. Diese beinhalten Minderheitsbeteiligungen an kotierten und nicht kotierten Gesellschaften. Die zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden zum Verkehrswert erfasst. Nicht realisierte Verkehrswertänderungen werden im Eigenkapital erfasst, ausser Wertbeeinträchtigungen und Fremdwährungseffekte bei monetären Aktiven. Bei Verkauf, Wertminderung oder anderweitigem Abgang der zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden die seit dem Kauf im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste im Finanzertrag bzw. -aufwand der laufenden Berichtsperiode erfasst.