Nettoerlös

Der Konzern erbringt vielfältige Reisedienstleistungen. Der Umsatz aus Reisedienstleistungen wird zu jenem Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst, an dem Nutzen und Gefahr im Wesentlichen auf den Kunden übergehen. Diese Bedingung ist normalerweise am Abreisetag respektive bei der Aktivität Destination Management am Ankunftstag erfüllt.

Der Konzernumsatz umfasst die Nettoerlöse (nach Abzug von Verkaufssteuern bzw. Mehrwertsteuern, Rabatten und Kommissionen) aus dem Veranstaltergeschäft sowie die erhaltenen Kommissionen aus dem Vertrieb von Ferienreisen.

Leistungen an Arbeitnehmer

Löhne, Gehälter, Beiträge an Sozialversicherungen, bezahlte Ferien und Abwesenheiten infolge Krankheit, Gratifikationen und nicht monetäre Leistungen werden zeitanteilig in dem Jahr ausgewiesen, in dem die betreffenden Leistungen von den Mitarbeitenden der Kuoni-Gruppe erbracht wurden. Werden von Kuoni langfristige Leistungen erbracht, dann werden die Kosten entsprechend den von den begünstigten Mitarbeitenden zu erbringenden Leistungen abgegrenzt und die Verbindlichkeiten des Konzerns zur Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes, sofern die Auswirkungen wesentlich sind, diskontiert.

Aktienbasierte Vergütungen

Bestimmte Mitarbeitende sind an aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen, d. h. auf Eigenkapitalinstrumenten der Kuoni Reisen Holding AG, beteiligt. Bei allen den Mitarbeitenden gewährten anteilsbasierten Vergütungen werden deren Verkehrswerte am Tag der Gewährung bestimmt und verteilt über den Zeitraum bis zum Eintritt des Anspruchs den entsprechenden Erfolgsrechnungspositionen innerhalb des Personalaufwandes belastet.

Bei den mit Eigenkapitalinstrumenten abgegoltenen Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen werden die gewährten Vergütungen und allfällige nach Eintritt des Anspruchs aus der Ausübung dieser Vergütungen erhaltene Mittel als Zunahme des Eigenkapitals erfasst. Bei den in bar abgegoltenen Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen werden die gewährten Vergütungen als Verbindlichkeit erfasst und an jedem Bilanzstichtag zu ihrem Verkehrswert bewertet.

Personalvorsorge

Die Personalvorsorge ist in den meisten Ländern staatlich organisiert. Darüber hinaus bestehen in folgenden Ländern rechtlich unabhängige Vorsorgeeinrichtungen
oder Versicherungsverträge, die in der Regel durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanziert werden:

Leistungsorientierte Vorsorgepläne: Schweiz, Grossbritannien, Niederlande und Norwegen.
Beitragsorientierte Vorsorgepläne: Schweiz, Grossbritannien, Italien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Norwegen, Niederlande, Österreich, USA, Indien und Japan.

Die Pläne werden von den Tochtergesellschaften (Arbeitgeber) sowie den Mitarbeitenden finanziert. Arbeitgeberbeiträge an beitragsorientierte Vorsorgeeinrichtungen werden der Erfolgsrechnung belastet. Die Vorsorgeverpflichtungen aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden von externen Experten nach der «projected unit credit method» ermittelt. Diese versicherungsmathematischen Gutachten werden für die einzelnen Vorsorgepläne separat erstellt. Die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden über die durchschnittliche Restdienstzeit der versicherten Mitarbeitenden dem Vorsorgeaufwand gutgeschrieben bzw. belastet, falls die kumulierten Gewinne / Verluste eine Spanne von 10 % der grösseren der beiden Kennziffern «Verkehrswert des Vermögens» und «Vorsorgeverpflichtungen » übersteigen. Versicherungsmathematisch berechnete Überdeckungen werden jedoch nur in jenem Umfang aktiviert, als dem Konzern ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen in Form von niedrigeren Beiträgen oder allfälligen Rückerstattungen entsteht.

Falls aufgrund lokaler Bestimmungen eine Konzerngesellschaft für ihre Vorsorgeverpflichtungen nicht eine vom Konzern unabhängige Vorsorgeeinrichtung einsetzt, wird in der Höhe der jährlich ermittelten versicherungsmathematischen Vorsorgeverpflichtungen eine Rückstellung gebildet.

Operative Leasingzahlungen

Leasing, bei dem alle wesentlichen Risiken sowie der Nutzen nicht an den Konzern übergehen, wird den «operating leases» zugeordnet. Die für «operating leases» zu leistenden Zahlungen (netto allfälliger Rückvergütungen des Leasinggebers) werden dem Konzernergebnis in gleichmässigen Raten über die Leasingdauer belastet. Die Verbuchung von Finanzleasing ist im Rechnungslegungsgrundsatz zu den Sachanlagen geregelt.

Ertragssteuern

Ertragssteuern auf dem Jahresergebnis umfassen die laufenden und die latenten Steuern. Dabei wird der voraussichtlich zur Anwendung kommende lokale Steuersatz der jeweiligen Konzerngesellschaft angewendet. Gewinnsteuern werden erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme der Gewinnsteuern auf direkt im Eigenkapital verbuchten Posten, die eben- falls im Eigenkapital erfasst werden. Die laufenden Ertragssteuern sind die erwarteten geschuldeten Steuern auf den steuerlich massgeblichen Ergebnissen der jeweiligen Konzerngesellschaften sowie Berichtigungen von Steuern für Vorjahre.